Schafgarbe ist auffallend reich an Kalium. Das Arzneibuch weist in der Asche der Droge einen besonders hohen Kaliumanteil aus. 

Für die Pflanze ist Kalium ein wichtiger Regulator des Wasserhaushalts. Es hilft, den Zellinnendruck aufrechtzuerhalten und über die Spaltöffnungen die Wasserabgabe zu regulieren. Gerade bei Trockenheit kann diese Fähigkeit entscheidend sein: Kalium unterstützt Pflanzen dabei, Wasser in ihren Zellen zu halten und ihre Funktionen auch unter Wasserstress aufrechtzuerhalten.

Damit bekommt das unscheinbare Mineral eine ganz neue Bedeutung. Wenn wir die Schafgarbe draußen betrachten, sehen wir eine Pflanze, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Sie wächst auf mageren Böden, hält Sonne und Trockenheit aus und richtet sich immer wieder auf. Ob wir darin eine Verbindung zu ihrem besonderen Kaliumhaushalt sehen dürfen? Die Pflanzenphysiologie gibt uns zumindest einen interessanten Hinweis darauf.